2009
Der Musiker Seal posiert mit einer Leica M9 für die Kamera.
09.09.09, 09:09
5JahrenachDr.AndreasKaufmannsEinstiegwirdseineVisionInNewYorkzurWirklichkeit:LeicapräsentiertsichwiederaufdergroßenBühnederinternationalenFotografie,mitStolz,undalsWeltmarkemitZukunft.DiesenAnspruchunterstreichengleichdreiinnovativeMeilenstein-Produkte: S2, X1undM9. DiesesneuePower-Triowird,inspiriertvonderMimBunde,am9.September2009,umgenau9:09UhrpräsentiertunterderModerationvonWeltstarundLeicaFreund Seal.

Leica M9

Zurück in der Zukunft

Die Leica M9 bedeutet den gefeierten Eintritt der M in das digitale Vollformat. Ihr 18-Megapixel-CCD-Sensor, das klassische Messsucherdesign und die Kompatibilität aller M-Objektive bringen analoge Präzision und digitale Innovation in perfekten Einklang.

Leica X1

Kompaktkamera mit X-Faktor

Die Leica X1 bringt DSLR-Qualität ins Kompaktformat. Ihr APS-C-Sensor und das fest verbaute Elmarit 24 mm f/2.8 liefern klare, brillante Bilder. Reduktion im Design und die manuelle Bedienung machen sie zur puristischen Leica für unterwegs.

Leica S2

Selbst­be­wu­sst­sein.

Die Leica S2 markiert den imposanten Einstieg ins digitale Mittelformat. Mit 37,5 Megapixeln, neu entwickelten S-Objektiven und DSLR-Handling vereint sie Leica Präzision und hervorragende Leistung für professionelle Bilder, die wahre Größe verlangen.

Leica Oskar Barnack Award Logo

LOBA 2000–09

Im Kulturwandel

Der Leica Oskar Barnack Award entwickelt sich gegen Ende der 00er Jahre zum angesehenen Schaufenster globaler Reportagen. Karin Rehn-Kaufmann, seit 2008 künstlerische Leiterin der Leica Galerien, professionalisiert Jury, Ausstellung und kuratorischen Anspruch. Mit ihr gewinnt der LOBA an Relevanz und Reichweite dazu. Die ausgezeichneten Serien dieses Jahrzehnts erzählen von sozialen Spannungen, kulturellem Wandel und menschlicher Würde – Themen, die Leica und Rehn-Kaufmann konsequent ins Licht rücken

Malerisch anmutender Blick durch die Scheibe eines russischen Busses in dem Damen sitzen die in die Kamera schauen.
Winterreise 2000, Luc Delahaye

2000


Luc Delahaye
Luc Delahaye zeigt ein Russland im Übergang – inmitten postsowjetischer Ernüchterung und menschlicher Resilienz. Seine großformatigen, milden und stillen Kompositionen verdichten Alltagsmomente zu symbolischen Szenen. In einer Zeit, in der sich Reportagefotografie und Russland neu definiert, verbindet Delahaye dokumentarische Genauigkeit mit der kühlen Distanz des Beobachters – irgendwo zwischen Realität und Reflexion.


Schwarz-Weiß-Porträt von zwei chinesischen Männern, die auf steiniger Straße vor einem vernebelten Industriehaus nebeneinander stehen und Lächeln.
Erased 2001, Bertrand Meunier

2001


Bertrand Meunier
In starken Schwarzweiß-Motiven erzählt Meunier von einem China im Umbruch, wie es nicht oft zu sehen ist. Im Mittelpunkt steht das Ende großer chinesischer Industriestädte und damit vor allem die harte, neue Lebensrealität der Arbeiter – die sich ihrem Schicksal mit Würde entgegenstellen.


Fast mystisches Bild von im Meer schwimmenden Männern die im Sonnenschein von Wasserspritzern übersäht werden.
The Coastal Dwellers 2002, Narelle Autio

2002


Narelle Autio
Australiens Strände werden bei Narelle Autio zu magischen Räumen, in denen Licht, Wasser, Sand und Menschen ineinander übergehen. Ihre Serie spiegelt den Drang der frühen 2000er nach Leichtigkeit und Zugehörigkeit. Farben, Reflexe, Bewegung – Autios Bilder feiern die fragile Balance zwischen Umwelt und Lebensfreude. Gleichzeitig fragt sie, was Heimat im Zeitalter der Globalisierung bedeutet.


Schwarz-Weiß-Aufnahme drei leichtbekleideter russischer Damen in einem Hinterhof, eine hält den Kopf der anderen Frau.
Stätten der Erinnerung 2003, Andrea Hoyer

2003


Andrea Hoyer
Städte, Strände, Weiten – mit ihrer Leica M6 begibt sich Andrea Hoyer ab 1998 auf eine Reise durch die postsowjetischen Länder. Ihre Serie fängt menschliche Erinnerungen ein, und das Schweigen zwischen den Ruinen. Stille Räume, Architektur und Körper werden Teil einer Komposition, die von Identität, Verlust und Erinnerung spricht – mit großer innerer Ruhe und sichtbarer Nähe.


Ein oberkörperfreier, mit enger gelber Sporthose bekleideter Mann posiert für ein Porträt in der Sonne vor einer Steinmauer und zeigt seine Armmuskeln.
Coney Island 2004, Peter Granser

2004


Peter Granser
Mit feinem Humor und scharfem Blick porträtiert Peter Granser das amerikanische Freizeitparadies Coney Island, als Symbol einer Gesellschaft zwischen Überfluss und Entfremdung. Seine klar komponierten Bilder zeigen Menschen, die spielen, warten, träumen – als Teil einer bunten, doch brüchigen Oberfläche. In den USA der frühen 2000ern, kurz nach 9/11, wirkt die Serie wie eine melancholische Studie über die Rückbesinnung zur Ablenkung.


Blick in die Flucht eines Außengangs in einem Johannesburger Wohnhaus, in dem alle Fenster zerstört sind, ein Kleinkind entlangläuft und ein Mann im Hintergrund kauert.
Jo’burg Story 2005, Guy Tillim

2005


Guy Tillim
Guy Tillim dokumentiert das postapartheidliche Johannesburg – eine Stadt, die Hoffnung und Zerrissenheit zugleich verkörpert. Seine Aufnahmen zeigen Bewohner, Straßen, Fassaden voller Narben und neuer Energie. Im globalen Diskurs über Ungleichheit und urbanen Wandel steht Tillims Werk für eine ehrliche, unpathetische Sicht auf Afrika: nah, respektvoll, ohne Klischees.


Zwei Männer mit afghanischer Kopfbedeckung Essen und trinken in einem rustikalen Raum durch dessen Dach ein Sonnenlichtstrahl bricht und auf einen Teppich scheint.
Kabul – Leaving the Shadows 2006, Tomás Munita

2006


Tomás Munita
Tomás Munita begleitet das Leben in Afghanistan nach dem Sturz der Taliban. Seine Bilder erzählen von Würde, Erschöpfung und einem Land zwischen Aufbruch und Zerstörung. In einer Zeit, in der Kriegsbilder oft zu Symbolen werden, findet Munita den stillen Moment dazwischen – den Blick, der mehr sagt als Gewalt. Seine Serie unterstreicht den Stellenwert von Empathie in der Krisenfotografie.


Studie eines seitlich mit Holz verschlagenen Fensters in São Paolo, in der Mitte sieht man hinter Draht einen jungen Mann der einen Vorhang hält.
In a Window of Prestes Maia 911 Building 2007, Julio Bittencourt

2007


Julio Bittencourt
Im verlassenen Hochhaus „Prestes Maia“ in São Paulo porträtiert Julio Bittencourt Menschen, die sich Raum und Würde zurückerobern. Durch Fenster und Fassaden beobachtet er ihren Alltag am Rande der Gesellschaft – und schafft Intimität durch Distanz. In den Jahren sozialer Spannungen und wachsender Ungleichheit in Brasilien ist seine Serie ein leises Manifest für mehr Sichtbarkeit und echte Gemeinschaft.


In einer Bibliothek mit 70er Jahre Möbeln sitzt eine Frau auf einem Sessel vor einer alten schreibmaschine.
Unofficial 2008, Lucia Nimcova

2008


Lucia Nimcová
Lucia Nimcová zeigt das Alltägliche ihrer Heimatstadt in der Slowakei: Frauen, Familien, Wohnungen zwischen Erinnerung und Gegenwart. Ihre Fotografien verbinden Dokumentation und Inszenierung, Realität und Erinnerung. Sie entstehen in einer Zeit, in der Osteuropa kulturell neu erzählt wird – zwischen Anpassung und Identität. Nimcová findet Schönheit in der Unsicherheit, Haltung im Privaten.


Ein Prediger mit einem Keyboard steht in einem Gefängnisraum vor einer Gruppe von Häftlingen die ihre Arme heben.
Beaufort West 2009, Mikhael Subotzky

2009


Mikhael Subotzky
In der Serie „Beaufort West“ seziert Mikhael Subotzky das soziale Gefüge einer südafrikanischen Kleinstadt: Gefängnis und Tankstelle, Menschen, die bleiben, obwohl alles im Umbruch ist. Seine Bilder sind präzise, analytisch, tief empathisch. In einer globalisierten Welt voller Ungleichheit steht sein Werk für Verantwortung – und für eine Fotografie, die hinsieht, wo andere wegsehen.


Schwarz-Weiß-Porträt von Karin Rehn-Kaufmann die mit einer Hand ihren Kopf hält und freudig in die Kamera lächelt.
Ich glaube noch immer, dass Fotografie – selbst ein einziges Bild – die Sicht der Menschen auf ein Problem verändern kann.
Karin Rehn-Kaufmann
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