Jahre der gesellschaftlichen, teils polarisierenden Selbstfindung führen in den 80ern zu deutlichen Extremen: Pop vs. Punk. Öko vs. Plastik. Neon vs. Schwarz. Parallel sorgt die steigende kameratechnische Präzision für immer mehr Stil- und Selbstbewusstsein. Die stärker hervortretenden Kontraste in der Gesellschaft lassen so auch das Spektrum der fotografischen Bildsprache weiter auseinander gehen – mit hyper-normalen Alltagsmomenten auf der einen und schrillen Hochglanz-Traumwelten auf der anderen Seite.






Harry Gruyaert ist einer der wenigen Fotografen, die zwischen Hochglanz und Normalität wandeln und sogar beides miteinander verschmelzen können. Durch in sich geschlossene Farbkompositionen wirken seine durchweg realen Momentaufnahmen nahezu surreal, alltägliche Motive werden zu Szenen aus einem Kinofilm. Und doch blickt man, dank der typischen Elemente, prägnanten Farben und der einzigartigen Stimmungsdichte, ganz echt und unmittelbar in jene Zeit, in der die Aufnahmen entstanden sind.





Die R4 markiert die Verbindung von Leica Präzisionsoptik mit elektronischer Spiegelreflex-Technologie. Ihre Zeit-, Blenden- und sogar Programmautomatik machen die leichte, kleine und extrem leise SLR zu einer der flexibelsten Kameras ihrer Klasse.
Selten erlangen gleichzeitig lebende Künstler so großen Star-Kult wie die New Yorker Andy Warhol, Jean-Michel Basquiat und Keith Haring. Ihre eigenen Stile und gemeinsamen Kollaborationen werden weit über Kunstgalerien hinaus gefeiert, sind an Millionen von Wohnzimmerwänden, auf Modeartikeln oder in Magazinen zu finden. Ihre Art, Kunst näher an den Menschen zu bringen, prägt den globalen, visuellen Zeitgeist und schafft neue Brücken zwischen Straßenkunst, Gesellschaftskritik und Fotografie.

Anders als Haring und Basquiat, ist Warhol in den 80ern bereits lange etabliert. Er wird zu ihrem Vorreiter und Wegbereiter. Abseits konventioneller Galerien sorgt seine Kunstschmiede „Factory“ für Furore und wird zum Zentrum für Andersdenkende. Der „Erfinder der Pop-Art“ lebt so sein Spiel mit der Dekadenz vollends aus und macht es mit Bildern weltberühmt. Sein Umgang mit Fotografie wird dabei zum inspirierenden Stilmittel, auch für Basquiat, und dient gleichzeitig seiner Selbstinszenierung.


Basquiat wird oft als tragisches Jahrhunderttalent dargestellt. Mit seinem originellen Stilmix aus Graffiti, Illustration, Foto-Kollage und Typografie macht er sich schnell einen Namen in der Kunstwelt und darüber hinaus. Madonna wird seine Freundin, viele andere Stars werden Bekannte. Die typischen Exzesse der New Yorker Szene holen ihn letztlich zu früh ein. Zumindest findet sein mysteriöses, kritisches und impulsives Schaffen bis heute, oder heute erst recht, universellen Zuspruch.

