
In den 1960ern blühen zusehends starke und wandlungsfähige Ausdrucksformen wie Mode und Kinofilm auf. Trend- und Modefotografie ist unter den ernsthaften Bildjournalisten dieser Zeit zwar nicht gerade hoch angesehen, dennoch wagen sich einige in diese glamouröseren, neuen Welten. Und halten letztlich doch auch dokumentarisch fest, was die Gesellschaft zum Träumen, Nachahmen oder Bewundern anregt.
Einen Augenblick zum ersten Mal lebensecht eingefangen zu sehen, statt monochrom: Eine Revolution ist der Einzug der Farben in die Fotografie allemal, für jeden Einzelnen und für die Augen der Welt. Obwohl die Technik bereits seit den 30er-Jahren verfügbar ist, startet ihr Triumphzug erst Jahrzehnte später in den 60ern. Passenderweise genau dann, als auch große Teile der Weltgesellschaft bunter werden und nach mehr Individualität oder Eigenständigkeit streben.











Farbe entfaltet ein reicheres Spektrum an Gefühlen: mehr Wellenlänge, mehr Strahlkraft, mehr Sinneseindrücke.– Joel Meyerowitz

